Tomove

Seit einigen Wochen heißt es in den News Schweiz zu Hause bleiben und von dort aus arbeiten. Gerade Jobs, welche ansonsten in Büros erledigt werden, wurden kurzerhand nach Hause verlegt. Am Anfang sahen es die Vermieter von Büroflächen als vorübergehendes Phänomen, doch in Zukunft werden wohl immer mehr Mitarbeiter einfach von zu Hause aus arbeiten. Genau das ist der Grund, weshalb es nun zu einem Umdenken kommt.

 

Der Immobilien-Footprint

Seit sechs oder mehr Wochen arbeiten bereits zahlreiche Personen im Homeoffice und langsam zeigt sich ein Umdenken, ob Büroflächen in zentraler Lage wirklich benötigt werden. Immerhin verbrauchen solche Gebäude viel Energie und gleichzeitig müssen Pendler lange Strecken zurücklegen, nur um an den Arbeitsplatz zu kommen, welcher auch zu Hause sein könnte. Das ist wiederum schlecht für die Umwelt, denn je mehr Menschen einen weiten Weg zur Arbeit zurücklegen müssen, desto mehr Busse, Bahnen und Autos fahren. Darum macht nun ein ganz besonderer Begriff aktuell die Runde: der Immobilien-Footprint. Dieser ökologische Fußabdruck stellt dar, wie viele Ressourcen die Büro- und Wohnflächen benötigen. Besonders vorteilhaft zeigt sich, dass immer mehr Unternehmen auf ihren Immobilien-Footprint achten als noch vor der Krise. Das heißt, sind Büroflächen immer notwendig?

 

95 Prozent sind sich sicher

Rund 69 Prozent der befragten Manager von großen Unternehmensimmobilien sind sich sicher, dass sich der Footprint nach der Corona Krise verkleinern wird. 51 Prozent waren es hingegen Anfang April. Außerdem gaben 95 Prozent der Manager an, dass das Homeoffice in Zukunft zu einem festen Bestandteil des Arbeitsalltags wird. Besonders hinsichtlich der Flächenplanung von Büros, denn wieso ein großes Büro anmieten, wenn die Arbeit auch von zu Hause aus erledigt werden kann? Wer diese Manager sind? Sie gehören zu den 11.000 weltweiten Immobilienprofis und zugleich sind sie Mitglieder des Verbands CoreNet, welcher seinen Sitz in den USA hat. Auf dem ersten Blick erscheinen das nicht sonderlich viele, doch es sind etliche Entscheider darunter, welche hinsichtlich Neubauten, Entwicklungen und Nutzungen von gigantischen Flächen ein Wörtchen mitzureden haben. Sollten diese Immobilienmanager keinen Rückzug machen, dann sieht der Büroalltag in Zukunft ganz anders aus. Die Bürofläche schrumpft und immer mehr Personen werden von zu Hause aus arbeiten.